EU

Brexit: May kann „harten“ Brexit „unmöglich“ ausschließen

Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat am Tag nach dem überstandenen Misstrauensvotum heute mit dem Großteil der anderen Parteien Gespräche über mögliche Szenarien für den Brexit gesprochen. Labour-Chef Jeremy Corbyn wollte mit May jedoch nur reden, wenn diese garantiert, dass es zu keinem „No Deal“-Brexit ohne Austrittsdeal kommt.

Das lehnte May in einem Brief an Corbyn jedoch ab. Es sei „unmöglich“, ein solches Szenario auszuschließen, ohne den gesamten Austrittsprozess zu stoppen, reagierte May auf die Forderungen des Labour-Chefs.

Unterhaus soll am 29. Jänner abstimmen

Das britische Parlament soll am 29. Jänner über neue Vorschläge zum Brexit abstimmen. Dem werde eine ganztägige Debatte vorausgehen, sagte die Fraktionschefin der Konservativen Partei, Andrea Leadsom.

Sie bestätigte, dass May am Montag – acht Tage davor – ihre überarbeiteten Vorschläge zum Austritt aus der EU vorlegen und eine Erklärung dazu abgeben wird. Das Parlament hatte das bisherige von May ausgearbeitete Abkommen am Dienstag mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Unklar ist, welche Änderungen die Premierministerin vorschlagen wird.

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Barnier: EU offen für weiterreichendes Abkommen

Die EU ist unterdessen nach den Worten ihres Chefunterhändlers Michel Barnier bereit zu einem Abkommen mit Großbritannien, das über den freien Handel hinausgeht. „Wenn sie uns sagen, dass sie weiterreichende Beziehungen wollen, dann sind wir offen dafür“, sagte Barnier in Lissabon.

May nicht bei Weltwirtschaftsforum in Davos

Eine Sprecherin der Premierministerin kündigte an, dass May nicht am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos teilnehmen wird. May habe zu der Zeit andere Verpflichtungen. Details nannte sie nicht.

Zu der viertägigen WEF-Tagung ab 22. Januar in der Schweiz werden mehr als 3.000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet.

EU verhängt Sanktionen wegen Skripal-Anschlags

Nach dem Nervengiftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter wendet die EU erstmals Sanktionen gegen Verdächtige an. Insgesamt sollen neun Personen und eine Organisation wegen des Einsatzes und der Verbreitung chemischer Waffen mit Strafmaßnahmen belegt werden, wie mehrere EU-Diplomaten der dpa heute bestätigten.

Bevor die Sanktionen in Kraft treten, müssen die EU-Außenministerinnen und -minister ihnen bei einem Treffen am Montag noch zustimmen. Die EU-Botschafter der Mitgliedsstaaten haben bereits zugestimmt.

Die Möglichkeit für diese Sanktionen hatte die EU erst im Oktober geschaffen. Damals wurde eine neue Regelung für restriktive Maßnahmen gegen den Einsatz und die Verbreitung chemischer Waffen beschlossen. Sie ermöglicht es, Vermögen von daran beteiligten Personen und Einrichtungen zu sperren und EU-Einreiseverbote zu verhängen.

Familienbeihilfe: Ungarn will Vertragsverletzungsverfahren

Ungarns Regierung hat EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen ersucht, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich wegen der Indexierung der Familienbeihilfe anzustreben.

Bereit für Klage vor EuGH

Laut Pal Völner, Staatssekretär im ungarischen Justizministerium, widerspreche die von der österreichischen Bundesregierung beschlossene Anpassung der Familienbeihilfe an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten im EU-Ausland dem EU-Recht.

Diesen Verstoß habe Ungarn am 7. Jänner in einer diplomatischen Note an die österreichische Regierung angekreidet. Da „keine Reaktion“ erfolgte, habe sich die ungarische Regierung an Thyssen gewandt, sagte Völner in ungarischen Medien. Bei Ausbleiben eines Vertragsverletzungsverfahrens sei Ungarn bereit, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einzubringen.

Tschechien will EU-Verfahren abwarten

Tschechien will unterdessen zunächst ein mögliches EU-Vertragsverletzungsverfahren abwarten. „Im Moment warten wir auf das Ergebnis des Rechtswegs“, so Außenminister Tomas Petricek bei einem Treffen mit FPÖ-Außenministerin Amtskollegin Karin Kneissl in Wien. Weitere Themen waren Energiepolitik, regionale Zusammenarbeit und Syrien.

Höhe der Familienbeihilfe seit Jänner angepasst

Die Höhe der Familienbeihilfe für nicht in Österreich lebende Kinder ist ab dem 1. Jänner nach einem Index an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land angepasst worden. Das bedeutet vor allem für osteuropäische EU-Ausländer, die in Österreich arbeiten, ihre Kinder aber nicht hier aufziehen, erhebliche finanzielle Einbußen. Die Bundesregierung argumentiert, dass die Familienbeihilfe kein Lohnbestandteil sei und außerdem auch für österreichische Staatsbürger gelte, deren Kinder nicht hier leben.

EU-Wahl: Gegner formieren sich für Antritt

EU-Gegner in Österreich haben sich für den Antritt bei der EU-Wahl formiert. Das Wahlbündnis EU-Nein wird Unterstützungserklärungen für einen Antritt sammeln, Ziel ist der Einzug ins Europaparlament. Den ersten Listenplatz soll Inge Rauscher, Initiatorin des EU-Austritts-Volksbegehrens, belegen. Nicht an Bord ist EU-Gegner Robert Marschall, der ein Angebot zur Zusammenarbeit abgelehnt habe.

Die neue Partei, die erst gestern gegründet wurde, setzt sich aus Rauschers Initiative Heimat und Umwelt (IHU) und dem Neutralen Freien Österreich (NFÖ) zusammen. Warum EU-Gegner ins Europaparlament wollen? Vertreter aller Bürger seien darin vertreten, so Rauscher heute. Der Wahlkampf soll ausschließlich durch Spenden finanziert werden, wodurch man auch unabhängig bleibe.

„Undemokratische Gesamtkonstruktion“

Die Ansichten des Wahlbündnisses: Österreich dürfe nicht länger eine „EU-Kolonie“ bleiben, die „zentralistische und undemokratische Gesamtkonstruktion“ der Union schade dem Land. Zudem sei die EU der „politische Arm der Großkonzerne“ und seit Jahren eine „treibende Kraft der Masseneinwanderung“. Als Vorbild dient den EU-Gegnern die Schweiz, wo direkte Demokratie und Neutralität gelebt würden.

Bei der ÖVP lässt die Bekanntgabe der Kandidatenliste für die EU-Wahl noch auf sich warten. Ende Jänner oder Anfang Februar soll diese präsentiert werden. Dass die ÖVP wieder mit Delegationsführer Othmar Karas an der Spitze in die Wahl geht, dürfte ausgemachte Sache sein. Bekannt wurde unterdessen, dass Heinz Becker und Paul Rübig nicht mehr antreten.

Vilimsky, Schieder und Kogler fix

Bei der FPÖ ist es ebenfalls noch nicht offiziell, bei dieser wird aber Delegationsleiter und Generalsekretär Harald Vilimsky neuerlich die Nummer eins. Die SPÖ hingegen hat bereits im Herbst den früheren Klubchef Andreas Schieder als Spitzenkandidaten fixiert. EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner steht auf Platz zwei.

Bei NEOS stellt sich Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon der Mitgliederversammlung am 26. Jänner zur Wahl, und die Grünen wählen erst am 16. März ihre EU-Kandidaten, auf Listenplatz eins wird Parteichef Werner Kogler stehen. Jetzt (früher Liste Pilz) will an der EU-Wahl teilnehmen, sucht aber noch nach dem Spitzenkandidaten. Gut möglich ist, dass es der Ex-Grüne Johannes Voggenhuber wird – den es durchaus reizt, sich wieder um ein EU-Mandat zu bewerben, das ihm 2009 Ulrike Lunacek abnahm.

Ausland

D: Seehofer überlegt Schubhaft in normalen Gefängnissen

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) will ausreisepflichtige Menschen und Strafgefangene offensichtlich gemeinsam in denselben Haftanstalten einsperren. Dem „Mangel an Abschiebungshaftplätzen“ solle „durch Aussetzen des Trennungsgebots von Abschiebungs- und Strafgefangenen“ begegnet werden, hieß es heute laut Zeitungen in einem Eckpunktepapier des Bundesinnenministeriums.

Das Vorhaben Seehofers ist dem Bericht in Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitag-Ausgaben) zufolge ein Teil der Vorbereitungen für ein „Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“.

Das Innenministerium wolle „materielle und formale Voraussetzungen für Sicherheitshaft“ absenken, hieß es dazu weiter in dem Bericht der RND-Zeitungen. Darüber hinaus wolle das Ministerium prüfen lassen, ob auf den Richtervorbehalt bei Ausreisegewahrsam verzichtet werden kann.

Die Grünen warfen Seehofer deswegen eine „Demontage des Rechtsstaats“ vor. „Diesmal greift er das Grundrecht auf Freiheit frontal an“, warf die Grünen-Migrationsexpertin Filiz Polat Seehofer vor, dem sie eine „Politik der Abschreckung und Abschottung“ vorhielt.

Proteste im Sudan unterdrückt: Scharfe Kritik aus EU

Das Europaparlament hat den Einsatz brutaler Gewalt gegen Demonstrantinnen und Demonstranten im Sudan aufs Schärfste verurteilt. Die Regierung in Khartum müsse den willkürlichen Festnahmen, der Inhaftierung und Folter friedlicher Demonstranten ein Ende setzen, verlangte das Parlament heute in einer Entschließung. Es müsse verhindert werden, dass noch mehr Blut fließt.

Seit dem 19. Dezember gehen die Regierungsgegner im Sudan fast täglich auf die Straße. Polizei und paramilitärische Kräfte gehen mit Schlagstöcken, Tränengas, Gummigeschoßen und sogar scharfer Munition vor. Nach amtlichen Angaben wurden bei den Kundgebungen bisher 24 Menschen getötet. Menschenrechtsgruppen sprechen dagegen von mindestens 45 Todesopfern.

Nun setzt die Polizei Tränengas und Gummigeschosse ein, um erneute Proteste zu verhindern. Hunderte Menschen forderten den Rücktritt des seit knapp 30 Jahren regierenden Präsidenten Omar al-Baschir. Ein Reporter der dpa beobachtete mehrere Festnahmen.

Brotpreis als Ausgangspunkt für Demonstrationen

Nach Angaben der Behörden wurden seit Beginn der Proteste zudem 816 Menschen verhaftet. Nichtregierungsorganisationen gehen aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt.

Die Demonstrationen richteten sich zunächst gegen eine Erhöhung des Brotpreises. Rasch weiteten sie sich aber zu Protesten gegen den langjährigen Präsidenten aus, gegen den seit Jahren ein internationaler Haftbefehl wegen Völkermordes besteht.

25 Jahre: Berlusconis Coup mit Forza Italia

Vor 25 Jahren hat der Bau- und Medientycoon Silvio Berlusconi zusammen mit dem derzeitigen EU-Parlamentspräsidenten Antonio Tajani sowie Antonio Martino, Luigi Caligaris und Mario Valducci bei einem Notar in Rom die Satzung einer neuen Partei hinterlegt, die in Folge über Jahre Italiens Politlandschaft prägen sollte.

Geht es nach italienischen Medienberichten, wurde am 18. Jänner 1994 auch nicht nur Forza Italia offiziell aus der Taufe gehoben, es handle sich auch um die „vorgezogene“ Geburtsstunde der Zweiten Republik. Damit verweist etwa die Nachrichtenagentur AGI auf die einschneidende Parlamentswahl vom 27. und 28. März 1994, bei der Forza Italia mit 21 Prozent auf Anhieb zur stärksten Partei des Landes wurde und in direkter Folge Berlusconi erstmals eine italienische Regierung übernahm.

Das mit den beiden Rechtsparteien Lega Nord und Alleanza Nazionale geschmiedete Regierungsbündnis zerfiel nach wenigen Monaten – bereits 2001 folgte aber bereits Berlusconis erstes Comeback an der Regierungspitze. In Summe war Berlusconi viermal Ministerpräsident Italiens, zuletzt zwischen 2008 und 2011, wobei während dieser Amtszeit die Partei Forza Italia in der neuen Partei Popolo della Liberta (PdL, Dt.: Volk der Freiheit) aufging.

Berlusconi erneut vor Comeback?

Im November 2013 kehrte die nach wie vor von Berlusconi geprägte Partei wieder zum ursprünglichen Parteinamen zurück. Bei der Parlamentswahl des Vorjahres wurde Forza Italia mit rund 14 Prozent nur mehr viertstärkste Kraft – obwohl im Bündnis mit Matteo Salvinis Lega angetreten, blieb Forza Italia in der Opposition.

Silvio Berlusconi
Reuters/Max Rossi

Auch wenn es zuletzt deutlich ruhiger um ihn geworden ist, will der wegen einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung bis Frühjahr 2018 von allen politischen Ämtern ausgeschlossene Berlusconi auch weiterhin nichts von einer Politpension wissen. Vielmehr kündigte der 82-Jährige erst heute bei einer Wahlveranstaltung auf Sardinien seine Spitzenkandidatur bei der im Mai anstehenden EU-Wahl.

Mehrere Tote nach Explosion von Autobombe in Bogota

Bei der Explosion einer Autobombe in einer Polizeischule im Süden der kolumbianischen Hauptstadt Bogota sind heute mindestens acht Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Das teilte das kolumbianische Verteidigungsministerium mit, dem die nationale Polizei unterstellt ist. Staatschef Ivan Duque verurteilte die Tat auf dem Kurznachrichtendienst Twitter als „elenden Terrorakt“.

Brennendes Motorrad am Tatort
AP

Das Verteidigungsministerium erklärte, „bis jetzt“ gebe es acht Tote. Es habe sich um einen Terrorakt kurz nach einer Beförderungsfeier gehandelt. Der Bürgermeister von Bogota, Enrique Penalosa, hatte zunächst von mindestens vier Todesopfern und rund einem Dutzend Verletzten gesprochen. Auf Fernsehbildern von der Polizeischule waren das ausgebrannte Wrack eines Fahrzeugs und mehrere Krankenwagen zu sehen.

Eine Mitarbeiterin des Santitätsdienstes der Armee sagte im Radio, das Fahrzeug mit der Bombe sei „plötzlich“ auf das Schulgelände gefahren, sofort danach sei die Explosion erfolgt.

Präsident bricht Reise ab

Präsident Duque kündigte seine sofortige Rückkehr von einer Reise in den Nordwesten des Landes in die Hauptstadt an. „Wir Kolumbianer lehnen alle Terrorismus ab, und wir stehen zusammen im Kampf gegen ihn“, schrieb er auf Twitter. Der Anschlag mache die Kolumbianer traurig, sie gäben aber nicht der Gewalt nach.

Duques Vorgänger Juan Manuel Santos hatte den jahrzehntelangen Guerillakrieg mit den linksgerichteten FARC-Rebellen im November 2016 mit einem Friedensabkommen beendet. Die FARC-Kämpfer gaben darauf ihre Waffen ab, mittlerweile tritt die Gruppe als politische Partei auf.

Die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit der Guerillagruppe ELN macht der rechtsgerichtete Duque von der Freilassung aller Geiseln abhängig, die sich in der Gewalt der Gruppe befinden. Der seit August 2017 amtierende Staatschef hat überdies den Kampf gegen den Drogenhandel verschärft.

Ex-Mitarbeiter Macrons wegen Diplomatenpässen in Gewahrsam

Der umstrittene Ex-Sicherheitsmitarbeiter von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, Alexandre Benalla, ist wegen der Affäre um seine Diplomatenpässe heute in Gewahrsam genommen worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Die Justiz hatte sich im Dezember in den Fall eingeschaltet und unter anderem wegen Verdachts des Vertrauensbruchs eine Untersuchung eingeleitet. Nun ermittelt die Polizei zusätzlich wegen Verdachts der Fälschung und der unrechtmäßigen Beschaffung eines Verwaltungsdokuments.

Mögliche Dokumentenfälschung

Benalla hatte die Pässe im Rahmen seiner Tätigkeit für Macrons Amtssitz erhalten. Nach seinem Rausschmiss aus dem Elyseepalast sei Benalla rund 20-mal mit Diplomatenpässen gereist, so der Leiter des engsten Mitarbeiterstabes Macrons, Patrick Strzoda, gestern vor dem Senat. Außerdem erwähnte er eine mögliche Fälschung von Dokumenten. Eigentlich sollte sich Benalla am Montag den Fragen des Senats zu der Affäre stellen.

Spätestens seit dem Sommer ist der Name Benalla in Frankreich ein Begriff. Ihm war damals von Medien vorgeworfen worden, gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen zu sein. Er musste daraufhin den Elyseepalast verlassen.

Inland

Eurofighter-Ausschuss: Betrugsvorwürfe im Mittelpunkt

Um Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Eurofighter-Beschaffung ist es heute in der Befragung der zweiten Auskunftsperson im Untersuchungsausschuss gegangen. Rechtsanwalt Johannes Zink beschrieb die Tätigkeit der vom Verteidigungsministerium eingesetzten „Task Force Eurofighter“, die in der Anzeige gegen Airbus im Februar 2017 mündete. Kritik der ÖVP ließ er nicht gelten.

Tätigkeit von Taskforce im Fokus

Wie bereits Taskforce-Leiter Hans Hamberger bei seiner Befragung im September 2018 beschrieb der Strafrechtsexperte die Tätigkeit dieser Gruppe, die 2016 unter seiner Beteiligung ihre Arbeit aufnahm. Es ging um die Einpreisung von 183,4 Mio. Euro, die in dunklen Kanälen um Berater und Lobbyisten versickert sein dürften. Beweise für eine Weitergabe an Politiker oder sonstige Entscheidungsträger gebe es aber nicht, sagte er.

Auch die mutmaßlich verschleierte mangelnde Lieferfähigkeit des Flugzeugherstellers für die versprochenen Flieger der Produktionstranche zwei war wieder Thema, ebenso wie die Abgabe der Gegengeschäftsabwicklung an Dritte und die vertragliche Ausnahme dieser von Compliance-Vorschriften. Zink mutmaßte, dass das Vector-Netzwerk hier ein „vorgeschobener Dritter“ gewesen sein könnte, um genau diese Vorgaben zu umgehen.

Mensdorff-Pouilly nun Beschuldigter

Der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly wird unterdessen nach Angaben von NEOS in den seit Jahren laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Eurofighter-Beschaffungscausa nun als Beschuldigter geführt. Der Vorwurf soll auf Untreue lauten. NEOS-Abgeordneter Michael Bernhard wertete das als Erfolg des laufenden Untersuchungsausschusses.

Beruf „Bauer“

Ermittelt wird gegen Mensdorff-Pouilly schon lange, bereits 2008 kam es bei ihm auf Anordnung der Justiz zu Hausdurchsuchungen, und zwar wegen des Verdachts der Bestechung und der Geldwäscherei. Schon im ersten Eurofighter-U-Ausschuss war er Zeuge, gab dort „Bauer“ als seinen Beruf an und wies jegliche Verbindung seiner Person mit dem Beschaffungsvorgang der Abfangjäger zurück.

Nun habe Mensdorff-Pouilly Beschuldigtenstatus im seit 2011 laufenden Eurofighter-Stammverfahren, führte Bernhard vor Beginn der Ausschusssitzung aus. Die Staatsanwaltschaft Wien habe diesen Schritt im Dezember 2018 gemacht, wenige Tage bevor die Verjährungsfrist schlagend geworden wäre.

Es geht um die seit Jahren bekannte mutmaßliche Zahlung von zwei Millionen Euro, die vom Eurofighter-Hersteller über ein dazwischengeschaltetes Firmenkonstrukt ohne Gegenleistung an die Mensdorff-Firma Brodman geflossen sein sollen. An wen die Gelder (großteils bar) gingen, blieb bisher unbeantwortet.

Sport

Wirtschaft

Insider: Lloyds sichert sich Banklizenz in Berlin

Die britische Großbank Lloyds hat sich zur Vorbereitung auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union einem Insider zufolge eine Lizenz in Berlin gesichert. Weitere Lizenzen seien in Frankfurt und Luxemburg beantragt worden, auf die Genehmigung werde noch gewartet, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person heute weiter.

Das Geldhaus rechnet damit, bis zum 29. März alle Voraussetzungen dafür zu erfüllen, weiter Geschäfte in der EU machen zu können. Die Bank benötigt mehrere Lizenzen, um britischen Vorschriften zu genügen, die nach der Finanzkrise 2008 erlassen wurden. Diese sehen unter anderem eine Trennung des Einlage- vom Investmentbankinggeschäft vor. Lloyds beschäftigt derzeit etwa 300 Mitarbeiter in Berlin.

McDonald’s verliert Markenstreit um Big Mac

Der US-Fast-Food-Konzern McDonald’s muss Medienberichten zufolge in Europa um die Markenrechte für den Big Mac bangen. Hintergrund ist ein Urteil zugunsten der irischen Fast-Food-Kette Supermac’s.

Dem irischen Urteil zufolge habe McDonald’s keine ausreichenden Beweise für die kontinuierliche Nutzung der Marke Big Mac vorgewiesen, wie unter anderem das deutsche „Manager Magazin“ (Onlineausgabe) berichtet.

Den Angaben zufolge gibt es bereits einen Löschungsbeschluss des Europäischen Markenschutzamtes (EUIPO). McDonald’s kann gegen die Entscheidung noch rechtlich vorgehen. Sollte der EUIPO-Beschluss allerdings rechtskräftig werden, könnte der McDonald’s-Klassiker in Europa künftig auch von der Konkurrenz verkauft werden.

Chronik

Lawine in Söldener Siedlungsgebiet

In Sölden in Tirol ist heute Nachmittag laut Polizei eine Lawine im Siedlungsgebiet auf eine Gemeindestraße abgegangen. Menschen sowie Häuser seien nicht zu Schaden gekommen, so der Söldener Bürgermeister Ernst Schöpf.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Skifahrer in gesperrtem Hang verschüttet

In Salzburg lösten unterdessen vier Skifahrer eine Lawine aus. Die Gruppe fuhr in einen gesperrten Hang ein und wurde zum Teil verschüttet. Die Skifahrer konnten sich selbst befreien.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Baum stürzte auf Sesselbahn in Tschechien

In Tschechien ist ein Baum auf eine Sesselbahn gestürzt. Weil ein Zugseil der Liftanlage östlich der Bezirksstadt Usti nad Orlici (Wildenschwert) von der Rolle sprang, saßen heute 71 Menschen in der Höhe fest, darunter auch Kinder. Zahlreiche Einsatzkräfte waren rund zweieinhalb Stunden im Einsatz, um die Menschen zu bergen. Auch zwei Hubschrauber wurden eingesetzt.

Die Temperaturen lagen nach Angaben des Wetterdienstes knapp über dem Gefrierpunkt. Panik sei unter den Betroffenen, die nach ihrer Bergung vom Rettungsdienst versorgt wurden, aber nicht ausgebrochen, sagte eine Feuerwehrsprecherin der Agentur CTK. Die knapp 1.700 Meter lange Sesselliftanlage führt auf den Bukova hora (Buchberg), eine Erhebung im Adlergebirge im Norden Böhmens an der Grenze zu Polen.

Spanien: Suche nach Kind in Brunnenschacht verzögert sich

Die Suche nach dem seit vier Tagen verschollenen zweijährigen Kind in einem 100 Meter tiefen Brunnenschacht in Spanien wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Vom zweijährigen Julen gab es heute an der Unfallstelle in Totalan in der südspanischen Provinz Malaga weiterhin kein Lebenszeichen.

Der Bau von zwei Tunneln, die direkt an das Ende des Brunnenschachts führen sollen, wo das Kind vermutet wird, verzögerte sich. Da die Arbeiten zur Vorbereitung des komplizierten, hügeligen Terrains länger als vorgesehen gedauert hätten, sei bis Mittag nicht mit dem Graben angefangen worden, berichtete die Zeitung „El Pais“ unter Berufung auf Sprecher der Rettungsteams. Mehrere von Medien befragte Experten sagten, die Bergung des Kindes sei eine „Frage von Tagen, nicht von Stunden“.

Rettungsplan auf einem Blatt Papier
APA/AFP/Jorge Guerrero

Ingenieur: „Wird noch zwei, drei, vier Tage dauern“

„Das wird mindestens noch zwei, drei, vier Tage dauern“, sagte der Sprecher des Verbandes der Mineningenieure in Malaga, Juan Lopez Escobar, der Nachrichtenagentur Europa Press. Beim Bau des horizontalen Tunnels seien beträchtliche Probleme aufgetaucht, sodass die Hoffnungen nun vor allem auf den Tunnel gesetzt würden, der parallel zum Schacht gegraben werden soll.

Das Kind soll am Sonntag bei einem Ausflug mit seiner Familie in das Loch gefallen sein. Bei Kameraaufnahmen wurde in dem Schacht in einer Tiefe von knapp 75 Metern ein Sackerl mit Süßigkeiten entdeckt, die Julen bei sich gehabt hatte. Allerdings verhinderte lose Erde, mit der Kamera tiefer vorzudringen.

Medien

Aufdecker von Fußballskandal in Ghana erschossen

In einem Vorort von Ghanas Hauptstadt Accra ist der Investigativjournalist Ahmed Hussein-Suale Opfer eines Mordanschlags geworden. Die tödlichen Schüsse wurden laut einem BBC-Bericht von noch nicht identifizierten Männern auf Motorrädern abgefeuert, als sich Hussein-Suale gerade auf dem Nachhauseweg befand.

Hussein-Suale war Mitglied des Teams Tiger Eye Private Investigations, das in einem großangelegten Korruptionsskandal um den Fußballverband des Landes ermittelte. Ein Bericht über Geldgeschenke führte unter anderem zu einem vom Weltfußballverband (FIFA) ausgesprochenen lebenslangen Berufsverbot für Ghanas ehemaligen Verbandspräsidenten Kwesi Nyantakyi.

Der BBC-Bericht legt einen politischen Hintergrund nahe: Ein ghanaischer Abgeordneter habe Hussein-Suale nach der Veröffentlichung des Tiger-Eye-Berichts mit Vergeltung gedroht. Das gehe aus einem vom Nachrichtenportal Ghana Web veröffentlichten Video hervor, in dem der Politiker dazu aufgerufen habe, Gewalt gegen den Journalisten anzuwenden. Schließlich habe er gesagt: „Was auch immer passiert, ich zahle.“

Wrabetz sieht ORF 2019 an „Weggabelung“

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz rechnet damit, dass das Jahr 2019 eine „Weggabelung“ für den Öffentlich-Rechtlichen bringt. Heuer werde sich entscheiden, ob und wie es mit dem ORF weitergeht, sagte er gestern Abend bei einer ORF-Veranstaltung. Seiner Ansicht nach müssen sich Öffentlich-Rechtliche als Reaktion auf den Medienwandel „von Broadcastern in Content-Plattformen verwandeln“.

„In dieser sich total verändernden Welt ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk wichtiger denn je“, erklärte Wrabetz bei einer Ausgabe des „ORF-Dialogforums“ mit dem Titel „Das Netz in unsere Hand“: „Der wird nicht obsolet.“ Das untermauert der ORF auch mit seinem neuen „Public-Value-Bericht“, dessen erster Teil im Rahmen der Veranstaltung im Radiokulturhaus vorgelegt wurde – mehr dazu in zukunft.ORF.at.

„Wert und Nutzen des ORF“ stehen im Mittelpunkt des Bandes, der Schwerpunkte und Programminnovationen im Jahr 2019 hervorhebt und durch zahlreiche Berichte von Prominenten ergänzt wird. Als „Der Auftrag 2019 – Für Österreich“ wird dieser Teil veröffentlicht. Im Mai – und damit rund um die EU-Wahl – kommt Teil zwei („Der Auftrag 2019 – Für Europa“).

„Digitaler Kapitalismus“ als Gefahr für die Demokratie

Die Diskussionsrunde danach erörterte, was der digitale Wandel für Medienproduktion und -wirtschaft bedeutet. Peter Kropsch, Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur (dpa), konstatierte eine „komplette Erosion“ der Geschäftsmodelle im digitalen Raum. Christian Fuchs, Professor für digitale und soziale Medien an der Westminster University London sieht im „digitalen Kapitalismus“ internationaler Konzerne eine Gefahr für die Demokratie. Er forderte die Einführung einer Onlinewerbeabgabe, und zwar nicht in der Höhe von drei Prozent, sondern „fünf bis acht Prozent“.

Science

Chinas Mondpflanze erfroren

Das Bild der aufkeimenden Baumwollpflanze ist um die Welt gegangen – nur einen Tag später war die nach Angaben der chinesischen Weltraumbehörde CNSA erste auf dem Mond sprießende Pflanze schon wieder tot.

Die Baumwollpflanze habe die kalte Mondnacht nicht überlebt, berichtete das Nachrichtenportal GB Times gestern mit Verweis auf einen mit dem „Minibiosphären“-Experiment beteiligten Wissenschaftler. Angesichts von Temperaturen von bis zu minus 170 Grad wurde allerdings bereits im Vorfeld damit gerechnet, dass die Pflanze auf dem Mond wohl nicht lange überleben werde.

Für das Pflanzenexperiment wurde mit der chinesischen Mondsonde „Chang’e 4“ eine Art Gewächshaus auf die Rückseite des Mondes gebracht. Neben der Baumwolle hatten die Forscher um Xie Gengxin von der Chongqing-Universität auch andere Pflanzensamen sowie Eier von Fruchtfliegen und Hefepilz auf den Mond geschickt. Mit „Chang’e 4“ war China Anfang Jänner erstmals in der Geschichte der Raumfahrt eine kontrollierte Landung auf der Rückseite des Mondes gelungen.

Gemüse und Salat

Die Mondbaumwolle ist zwar die erste Pflanze, die auf dem Erdtrabanten gewachsen ist. Im All wurde aber auch früher schon Gemüse gezogen. Laut dem Guinness-„Buch der Rekorde“ wurde bereits 1982 die in der Forschung beliebte Pflanze Arabidopsis auf der sowjetischen Raumstation „Saljut 7“ angebaut.

Vor einigen Jahren konnte die Besatzung der ISS den ersten auf der Raumstation angebauten Salat verspeisen. Anfang Dezember 2018 wurde zudem ein Gewächshaussatellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ins All geschossen, in dem Tomaten keimen und wachsen sollen.

Kultur

Comiclegende Popeye ist 90

Popeye gilt als einer der ersten Superhelden der Comicgeschichte, jetzt ist der Spinat liebende Seemann 90. Am 17. Jänner 1929 gab Popeye einen ersten Gastauftritt in der Reihe „Thimble Theatre“ des US-Zeichners E. C. Segar.

Die Serie, die bereits seit 1919 im „New York Journal“ erschien, drehte sich ursprünglich vor allem um Olive Oyl (deutsch: Olivia) und ihren Freund Harold Hamgravy. Doch der Seemann entwickelte sich rasant zur populärsten Figur der Reihe – und übernahm nicht nur die Hauptrolle in den Comics, sondern auch in Cartoons, später auch in Filmen und anderen Medien.

Comicfigur Popeye
Public Domain

Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Cartoons von dem in Polen geborenen Max Fleischer, die von 1933 bis 1957 produziert wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde Popeye zu einer der zentralen Figuren der US-Propaganda-Cartoons und kämpfte darin vor allem gegen Japaner. Die rassistischen Darstellungen sorgten erst viel später für Kritik, heute werden viele der damaligen Zeichentrickfilme nicht mehr gezeigt.

Superkräfte durch Spinat

Dass Popeye seine Superkräfte durch Spinat erlangt, ist übrigens erst seit den frühen 1930ern so: Davor streichelte er den Kopf der Henne Bernice, um unzerstörbar zu werden. In einem Comic aus dem Jahr 1931 antwortet Popeye mit starkem Akzent auf die Frage, wie er zu seiner Kraft kommt: „Tha’s easy, I eats spinach.“ („Das ist einfach, ich esse Spinat“)

Die Popularität von Popeye sorgte dafür, dass der Verkauf von Spinat in den USA deutlich zunahm, eine Gemeinde in Texas widmete dem teils mürrischen Seemann deshalb Ende der 1930er gar eine Statue.

Panorama

Dromedar wirbelt Bahnverkehr bei Paris durcheinander

Ein ausgebüxtes Dromedar hat in Frankreich den Bahnverkehr in der Nähe von Paris durcheinandergebracht und Verwirrung gestiftet. „Der Verkehr wird auf der gesamten Strecke verlangsamt. Auf den Schienen bei Fontainebleau befindet sich ein Lama“, schrieb die französische Bahngesellschaft SNCF heute Früh auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Kurze Zeit später gab es Entwarnung: Das Tier sei nicht mehr auf den Schienen, der Verkehr laufe wieder normal – und die SNCF stellte klar: „Das Lama hat sich als Dromedar herausgestellt.“

Nach Angaben der Bahngesellschaft war das Dromedar aus einem Zoo entlaufen und wurde später von seinem Besitzer eingefangen. Vor gut einem Jahr hatte ein ausgebüxter Tiger in Paris für Aufregung gesorgt – damals wurde der Nahverkehr teilweise unterbrochen.

Viraler Gymnastikauftritt mit Tanz-Moves

Die US-College-Gymnastikerin Katelyn Ohashi begeistert derzeit mit ihrer Perfomance auf YouTube Millionen Menschen. Dabei ist es weniger die ausgezeichnete Technik, die sie auf der Matte zeigt, als vielmehr der offensichtliche Spaß, den sie dabei hat.

Bei einem Wettbewerb trat Ohashi für ihre Uni, die University of California (UCLA) in Los Angeles, an. „Auftritte bei Wettbewerben macht mir am meisten Freude“, sagte Ohashi am Telefon gegenüber der „New York Times“. Gefragt zu dem Video, sagte sie: „Was man sieht, ist, wie ich mich fühle.“

Winken, Lachen und Tanzschritte

In dem Video winkt Ohashi während ihres Auftritts mit den Armen und ermuntert das Publikum zu klatschen. Nach Sprungfiguren über die gesamte Matte streut sie mehrmals Tanzfiguren zur Musik von Michael Jackson, Tina Turner und Earth, Wind & Fire ein.

Es ist eine Performance voller Selbstbewusstsein und mit großer Ausstrahlung, bei der sie immer wieder ein ansteckendes Lächeln auf den Lippen hat. Auffallend ist zudem die begeisterte Reaktion von Ohashis Kolleginnen, die ihr am Rande der Matte gebannt mit ihren Blicken folgen und viele ihrer Bewegungen synchron mitmachen.

Das seien „my girls“, sagte Ohashi. Das Team versuche immer, die Bewegungen mitzumachen. „Sie haben meine echt schnell übernommen.“ Ohashi erhielt übrigens die Höchstnote zehn für ihren Auftritt. Ihr Team gewann den Wettbewerb.

Rückschläge und wiedergefundene Freude

Die 21-Jährige war eigentlich auf dem Weg zu einer olympischen Karriere. 2013 gewann sie den American Cup und besiegte dabei Simone Biles, Olympiasiegerin von 2016.

Aber Verletzungen und Unzufriedenheit mit dem Sport unterbrachen ihre Karriere. Sie wurde kritisiert, zu schwer zu sein. „Ich war gebrochen“, sagte sie letzten Sommer in einem Interview. Sie habe sich in der Folge selbst gehasst.

Als sie an die UCLA kam, trat sie dem Gymnastikteam bei. Ihre Kolleginnen und Trainer hätten ihr erlaubt, „meine Individualität“ auszudrücken. Sie sei nicht mehr nur als Gymnastikerin gesehen worden. Das und der geringere Druck auf College-Niveau habe ihr die Freude am Sport wiedergegeben.