Mecklenburg-Vorpommerns historische Schätze mit dem Pferd erleben 

Reitwege verbinden Guts- und Herrenhäuser der Region

Buchholz - Badevergnügen mit Pferd und Reiter, Foto: Joachim Kloock

Reitvergnügen, Foto: Joachim Kloock

Der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg Vorpommern e.V. engagiert sich verstärkt beim Thema Pferdetourismus und bringt die Akteure der Region zusammen. Mit über 2.000 Gutsanlagen verfügt das Land über ein Alleinstellungsmerkmal, dessen Potential in Zukunft noch umfangreicher genutzt werden soll. „Das Thema Reiten ist eine touristische Ergänzung, um historischen Gutsanlagen für Gäste noch attraktiver werden zu lassen. Pferdefreunde können im Land der Guts- und Herrenhäuser Urlaub machen und die Erholung in der Natur mit Reiter-Ferien kombinieren. So kann diese Zielgruppe mit einem verbreiterten Angebot angesprochen werden. Das steigert die touristische Wertschöpfung in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Wanderreitstationen mit Übernachtungsmöglichkeiten für Pferd und Reiter

Seit Beginn des Projektes im April 2018 haben sich bislang 15 Partner aus dem Küstenvor- und Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns der Initiative des Vereins angeschlossen, um die Aktivitäten zum Thema Reittourismus zu bündeln und gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Programm sind unter anderem der klassische Reiterurlaub mit Leihpferden und Angebote für Besitzer eigener Pferde. Darüber hinaus gibt es sogenannte Wanderreitstationen, die Pferden und Reitern Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Dazu kommen Events und Shows rund um’ s Pferd. „Nachdem die Netzwerkarbeit angelaufen ist, gilt es nun, die bereits bestehenden Strukturen zu evaluieren. Dabei muss unter anderem das Reitwege-Netz auf seine Nutzbarkeit hin überprüft und weiterentwickelt werden. Bei der Gelegenheit besteht zudem die Möglichkeit, geeignete Übersichtskarten in digitale Form zu überführen, was die spätere Vermarktung erheblich vereinfachen wird“, sagte Glawe.

Neue Angebote zum Reittourismus in Entwicklung

Geplant ist, die jährlich erscheinenden Publikationen der Tourismusbranche des Landes mit den Informationen zu versorgen, um der verstärkten Nachfrage beim Reittourismus gerecht zu werden. Hierfür erfolgt eine enge inhaltliche Abstimmung mit dem Tourismusverband des Landes (TMV e.V.). Gleichzeitig werden im Netzwerk gänzlich neue Angebote geschaffen, die zukünftig mit eigenen Veröffentlichungen im Netz sowie in gedruckter Form zur Verfügung stehen sollen. „Eine der Ideen sind Gutshaus-Touren als Wanderritte, die als Rundwege zu den verschiedenen Schlössern führen. Dazu müssen Informationen zusammengestellt werden, die erhebliche Serviceverbesserungen darstellen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Auflistung geeigneter Badestellen für Reiter und Pferd oder Wissenswertes zur Gepäckbeförderung. Mit dem Projekt bietet sich die Möglichkeit, die Zielgruppe der Reittouristen direkter anzusprechen und dabei gleichzeitig bei den Gutsanlagen sowie den weiteren Dienstleitern vor Ort für eine bessere Auslastung zu sorgen, die sich weit über die Sommersaison hinaus erstrecken kann“, so Glawe weiter. Neben der Netzwerkarbeit liegt ein Hauptaugenmerk des Vorhabens auf der Onlinepräsenz der Initiative.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Im Förderzeitraum von April 2018 bis März 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 18.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 12.500 Euro.

Weitere Informationen

Der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg Vorpommern e.V. besteht seit rund 20 Jahren und bündelt die Erfahrungen der Eigentümer bei der Sanierung und Nutzung privat geführter Schlösser und Gutshäuser. Von der Pension mit Ferienwohnungen bis zum 5-Sterne-Haus reicht die Angebotspalette. Allen gemein ist die ländliche Lage, fernab der üblichen Touristenströme und die besonderen Gegebenheiten in einem historischen Gemäuer. Inzwischen zählt der Verein knapp 30 Mitglieder sowie einige Fördermitglieder. Deren Ansinnen ist es, die Kräfte und Finanzen für Marketing, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit gemeinsam zu bündeln. www.mein-urlaub-im-schloss.de

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Zum zehnten Mal – mit dem Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2019 durchstarten

Wachstumsmarkt Gesundheitswirtschaft – Fördermittel für innovative Ideen und kreative Köpfe zu gewinnen

Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018, Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten in der Universitätsmedizin Rostock, Foto: Martina Wichor

Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten in der Universitätsmedizin Rostock, Foto: Martina Wichor

Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft: Dr. Konstantin Altrichter und Karl Hartmann von der daisygrip GmbH gehörten zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft im vergangenen Jahr. Kurz nach der Prämierung stellten sie ihren neuartigen hygienischen Venenstauer für die Blutentnahme in einer bekannten TV-Gründershow vor. „Die jüngste Erfolgsgeschichte der Gründer von daisygrip ist nur eine von vielen, die der Landeswettbewerb seit nunmehr mehr als zehn Jahren hervorgebracht hat“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Dieser bietet für kreative Köpfe mit innovativen Ideen ein ideales Fundament, um im Wachstumsmarkt Gesundheitswirtschaft durchzustarten, auch bundesweit und auf internationalen Märkten.“

Jetzt am Wettbewerb teilnehmen

Der Minister rief Gründer und Unternehmer sowie Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern auf, sich jetzt mit ihren neuen Projekten am zehnten Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft zu beteiligen und sich so eine Förderung für ihre Projektidee zu sichern. „Gefragt sind neuartige Projekte, welche die Branche weiter voranbringen. Mit dem Wettbewerb wollen wir den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, ihre Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und somit auch zu vermarkten“, sagte Glawe. Der Wettbewerb unter dem Motto „Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft“ wird von der Initiative für Life Science und Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern BioCon Valley® GmbH organisiert. Bis zum 01. März können online Projektideen eingereicht werden. Im Rahmen des Ideenwettbewerbes wird ein Gesamtbudget für Projektförderungen in Höhe von bis zu 750.000 Euro ausgeschrieben.

Gesundheitsmarkt mit großem Wachstumspotenzial

Seit 2008 wurden insgesamt rund 90 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 17,2 Millionen Euro in Höhe von 12,7 Millionen Euro finanziell unterstützt. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderung von Projekten der Gesundheitswirtschaft rund zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Zu den Gewinnern 2018 gehörten neben der Rostocker daisygrip GmbH die Entwickler einer medizinischen Wundauflage zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms sowie einer App zur Verbesserung der Dienstplanung im Klinik- und Pflegebereich und die Initiatoren eines neuen Dienstleistungszentrums und Prüflabors für Blutreinigungsprodukte. In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Gesundheitswirtschaft inzwischen in ihrer Gesamtheit zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen. Mit rund 150.000 Erwerbstätigen arbeitet mittlerweile etwa jeder fünfte Beschäftigte in dieser Branche. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes liegt bei 15 Prozent (5,6 Milliarden Euro). Damit belegt die Branche im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. „Aufgrund des wachsenden Bedarfs und der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, bedingt durch demografische Veränderungsprozesse und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie dem medizinisch-technischen Fortschritt, birgt die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besonders für kleinere mittelständische Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial“, hob Glawe hervor. „Unser Wettbewerb soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen zu stärken, somit bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue Stellen zu schaffen.“

Informationen zum Wettbewerb und Online-Bewerbung

Für die zehnte Ausgabe des Wettbewerbs werden zukunftsweisende innovative Ideen für Dienstleistungen, Prozesse und Projekte für die Gesundheitswirtschaft gesucht, die das Potenzial der Branche durch Vernetzung, Kooperation, Marketing, Fachkräftesicherung und Internationalisierung weiter erschließen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standortes Mecklenburg-Vorpommern stärken. Die Bewerbung in Form eines Kurzkonzeptes kann bis zum 01. März 2019, 14.00 Uhr, über ein Online-Formular bei der BioCon Valley® GmbH eingereicht werden.* Benötigt werden Aussagen zum Projektinhalt, zur Finanzierung und zu den Erfahrungen des Bewerbers. Die Bewertung der eingereichten Projektideen erfolgt unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V und unter Einbeziehung der Empfehlungen eines ressortübergreifenden Beirats. Die besten Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Projektidee vor dem Beirat zu präsentieren, der die Gewinnerprojekte 2019 auswählt. Die Prämierung der Gewinnerprojekte erfolgt in einer Festveranstaltung am 03. Juni 2019.

*Informationen, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen unter:

www.bioconvalley.org/gesundheitsland-mecklenburg-vorpommern/ideenwettbewerb-gesundheitswirtschaft

Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern mit zwei neuen Faltkarten

Landestourismusverband präsentiert neue Kunst- und Kulturkarte

TMV_Titel_2018_Kulturkarte_deutsch.inddDie zweite Auflage der Kunst- und Kulturkarte gibt einen Überblick über die vielfältige Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns, die geprägt ist von Städten und Stätten der Backsteingotik, Schlössern, Parks und Herrenhäusern, Museen, Künstlerkolonien sowie zahlreichen Festen und Konzerten. So können sich Gäste mithilfe der Karte über etablierte Veranstaltungen wie die Störtebeker Festspiele auf der Insel Rügen, imposante Backsteinbauten wie die Kirche St. Georgen in der UNESCO-Welterbestadt Wismar und Geheimtipps wie das Hans-Fallada-Museum in Carwitz in der Feldberger Seenlandschaft informieren. Der faltbare Wegweiser, der sich vollständig aufgeklappt im DIN-A1-Format präsentiert, kann kostenfrei unter www.auf-nach-mv.de/prospekte bestellt werden. Kultur erleben zählt zu den beliebtesten Aktivitäten der Gäste in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Reiseanalyse 2018 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen (FUR) gaben 37 Prozent der MV-Urlauber an, häufig oder gar sehr häufig kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten im Nordosten besucht zu haben.
Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/prospekte

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Sanddornseife und Steinmühlensenf: Neue Hofladenkarte führt zu regionalen Erzeugern und Anbietern

Hofladenkarte2018-600x360-300dpiDie sechste Auflage der Faltkarte „Hofläden und Hofcafés“ weist den Weg zu insgesamt 98 Hofläden, Hofcafés, Milchtankstellen, Fischereihöfen, Imkereien, Brennereien und Handwerksläden in Mecklenburg-Vorpommern. Zudem präsentieren sich darin sieben Regionen und zwei Partner – zum Beispiel die alte Salzstraße oder das Erlebnisreich Bienenstraße – mit ihren kulinarischen Höhepunkten. Die beiliegende 56-seitige Broschüre enthält weiterführende Informationen über viele der in der Karte eingezeichneten Anbieter. So können Interessierte etwa nachlesen, dass der Agrarbetrieb Groß Grenz in der Nähe von Schwaan seine 450 Milchkühe mit Getreide, Mais und Erbsen aus eigenem Anbau füttert. Die Milch können sich Gäste dort an einer Milchzapfsäule abfüllen. Darüber hinaus stehen regionale Köstlichkeiten wie Steinmühlensenf von der Senfmühle Schlemmin oder Sanddornseife aus dem Wohlenberger Sanddorn Hofladen zum Verkauf. Unter www.auf-nach-mv.de/prospekte kann die Karte bestellt und heruntergeladen werden.
Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/landurlaub

120 Jahre und tief verwurzelt – der größte Zoo an der Ostseeküste feiert sein Jubiläum mit den Rostockern und Gästen der Stadt

  • Mit Eröffnung des Polariums gelingt Nachwendebesucherrekord
  • Komplett neue Außendarstellung für Europas besten Zoo (Kategorie II)
  • Das Zooteam arbeitet an einem Masterplan für die Zukunft


Der Mammutbaum am ursprünglichen Zooeingang steht symbolisch für die tiefe Verwurzelung der Rostocker mit ihrem Tiergarten. Der 1889 gepflanzte Baumriese ist stolze 30 Meter hochgewachsen und war der Vorbote für eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art. Was am 4. Januar 1899 mit dem ersten Tierpfleger Carl Lange im Barnstorfer Wald und einem kleinen Hirschgarten begann, ist heute eine der erfolgreichsten Freizeit- und Bildungseinrichtungen im Nordosten Deutschlands 

Rostock ist zu Recht stolz auf seinen Zoo mit der Auszeichnung Europas bester Zoo in der Kategorie II über 500.000 Besucher“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Der Tierpark ist nicht nur eines der beliebtesten Ausflugsziele der Rostocker Familien und Touristen. Immer wieder haben die Rostockerinnen und Rostocker auch tatkräftig mit angepackt und mitgeholfen, wenn es erforderlich war, und auch ihre Spendenbereitschaft ist legendär. Im Doppeljubiläum 2018/2019 werden die drei Jubilare Zoo, Universität und Hansestadt gemeinschaftlich das Jahresprogramm 2019 anlässlich des Zoogeburtstages gestalten. Die Stadt unterstützt das Zoofestjahr mit 200.000 Euro“, informierte der Oberbürgermeister. „Ganz im Zeichen des historischen Doppeljubiläums in der 800-jährigen Stadt Rostock und der 600 Jahre alten Universität Rostock möchten wir unseren 120. Geburtstag mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen das gesamte Jahr mit unseren Besuchern gebührend feiern“, kündigte Zoodirektor Udo Nagel an. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, im Doppeljubiläumsjahr insbesondere auf die jahrzehntelange Verbundenheit mit der Stadt und ihren Einwohnern aufmerksam zu machen.“ Auch Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck freut sich auf viele gemeinsame Events, die die langjährige Kooperation mit dem Zoo aufzeigen. „Es gibt viele Themenbereiche über die Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Institut der Universität Rostock hinaus, die beide Einrichtungen verbindet. Das ist einerseits die Begeisterung für die Wissenschaft, der nie endende Entdeckergeist, aber auch die Notwendigkeit eines aktiven Natur- und Artenschutzes zum Erhalt unserer Umwelt. Im Juni feiern die Mitarbeitenden der Universität und Universitätsmedizin ihr großes Sommerfest im Zoo“, so Schareck.

Mit zwölf Themen-Monaten durch das Jubiläumsjahr

Seit 120 Jahren gehört der Zoo zu Rostock, als Ausflugsziel, Ort des Flanierens und der Begegnungen mit Tieren aus aller Welt, als Ruheoase und Spielwiese für Familien, Studierzimmer für Jung und Alt. Viele Rostocker Generationen sind mit dem Tierpark im Barnstorfer Wald aufgewachsen. Über die Jahrzehnte hat sich der Zoo weiterentwickelt, ist größer und moderner geworden und hat sich dabei seine grüne Seite und Weitläufigkeit bewahrt. Meilensteinprojekte wie das 2012 fertiggestellte Darwineum oder das im September 2018 zum 800. Stadtjubiläum eröffnete Polarium hätten früher als Träumereien gegolten. Nun sind sie als lebendige Museen Wirklichkeit und werben für einen Besuch des Rostocker Zoos weit über die Landesgrenzen hinaus. „Dabei haben die Rostocker ihren Zoo immer mitgestaltet, aktiv unterstützt und das soll auch in Zukunft so bleiben“, versicherte Udo Nagel. „Viele Veranstaltungen in unserem Jubiläumsjahr sind ein Dankeschön an alle Zoofreunde und Partner, wir hoffen auf ein gutes Gelingen und eine tolle Beteiligung.“ Ein thematischer Kalender führt durch die zwölf Monate des Zoojubiläumsjahres. Neben der Tierhaltung werden viele andere Tätigkeitsfelder des Zoos in den Blickpunkt gerückt. Jeder Monat wird von einem inhaltlichen Schwerpunkt bestimmt, der mit Aktionen wie Ausstellungen, Führungen oder Festen untersetzt wird. So lautet das Motto im Januar „Zoo familiär“, im Februar sportlich „Zoolympic“, im März „Zoo schützenswert“, im April „Zoo neugierig“, im Mai „Zoo grün“, im Juni „Zoo international“, im Juli „Zoo nass“, im August „Zoo kulturell“ sowie im September „Zoo ganz wild“, im Oktober „Zoo bunt“, im November „Zoo historisch“ und im Dezember „Zoo künftig“. Zu den besonderen Veranstaltungen gehören in diesem Jahr der Eisbärenlauf im Februar, das Fest der schönsten Schafe zu Ostern, die Klassik-Nacht mit einem Jubiläumsprogramm im Juni, der Karneval der Tiere mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern im August, Ausstellungen gemeinsam mit der Zoologie der Universität sowie zum Jahresabschluss im Dezember ein großes Tortenessen mit Freunden und Besuchern des Zoos. Einen Überblick über die monatlichen Highlights des Festjahres gibt es zusätzlich zur Homepage auch in einem aufwändig gestalteten Jubiläumsmagazin. Das 116 Seiten umfassende Heft nimmt die Zoofreunde darüber hinaus mit auf eine Zeitreise durch die Historie des Tiergartens mit inzwischen rund 4.200 Tieren in 430 Arten von allen fünf Kontinenten, zeigt die Zoofamilie in ihrem neuen Design und enthält viele Mitmachüberraschungen für die jüngsten Zoobesucher. Das Jubiläumsmagazin „TIERfalt im Zoo Rostock“ ist für 5,95 Euro an den Zookassen erhältlich.

Die Zoofamilie im neuen Design

Pünktlich zum Geburtstag präsentiert sich die Zoofamilie im neuen Design, das heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit dem neuen Logo und Corporate Design soll die Wissensvermittlung im Zoo erkennbarer in den Fokus gerückt werden. „In der heutigen reizüberfluteten Welt wagen wir den mutigen Schritt und besinnen uns auf Gestaltungsansätze, die in der wissenschaftlichen Bildung schon immer eine wichtige Rolle gespielt haben – auf qualitativ hochwertige Zeichnungen“, erläuterte Marketingleiter René Gottschalk die neue Außendarstellung. Das nagelneue Zoologo zeigt die Zeichnung dreier Leittiere, die in ihrem Zusammenspiel die Artenvielfalt im Zoo vertreten und jeder für sich eine eigene kleine Geschichte erzählen. Während die Qualle in ihrer mystischen Eleganz überzeugt und auf die Erfolge in der Quallenzucht hinweist, thront der majestätische Eisbär über den anderen und macht damit die lange Tradition des Rostocker Zoos bei seinem Wappentier deutlich. Zudem bringt er die Neugier am Entdecken hinein, die mit dem Seebären in spielerischer Bewegung endet. Das Corporate Design wurde in einem dreistufigen Entwurfsprozess von Studierenden des Studienganges Kommunikationsdesign und Medien der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Wismar unter Leitung der Grafikdesignerin und Professorin Hanka Polkehn erarbeitet. Besonders hervorzuheben sind in diesem Projekt Carina Braun für die Artdirektion und Anna Kurth für die wissenschaftlichen Tierillustrationen. „Es war eine riesige Chance für uns, einen solchen wichtigen, realen Auftrag zu bearbeiten. Im Vordergrund stand immer, einen Gestaltungsvorschlag zu machen, der auf das Besondere, das Individuelle dieses wunderbaren Zoos eingeht. Es ist etwas entstanden, was von langem Bestand sein dürfte und über die nächsten Jahre ausbaufähig ist“, erklärte Professorin Hanka Polkehn. Während der kommenden Monate sollen alle Bereiche des Zoos und auch die Internetseite auf das neue Design umgestellt werden. In neuer Dienstkleidung sind die Zoomitarbeiter schon jetzt zu sehen.

Das Eisbärentrio im Polarium hat sich gut eingelebt

Das am 22. September vergangenen Jahres eröffnete Polarium hat dem Rostocker Zoo einen Nachwendebesucherrekord beschert. Insgesamt kamen 653.313 Rostocker und Gäste der Stadt in den Zoo mit seinen beiden Erlebniswelten Darwineum und Polarium (2017: 608.311). 627.696 Besucher waren es im Jahr der Eröffnung des Darwineums Anfang September 2012. Außerdem gibt es mit 21.807 Jahreskartenbesitzern zur Jahreswende so viele Stammbesucher mit Dauerticket wie noch nie. 252 Privatpersonen und Unternehmen fördern zudem mit einer Tierpatenschaft den Rostocker Zoo. Vor allem das Eisbärentrio Sizzel und Akiak aus den Niederlanden und Noria aus Tschechien sorgten für ein stark steigendes Publikumsinteresse im letzten Quartal 2018. „Die drei Eisbären haben sich sehr gut in ihren neuen Gehegen eingewöhnt. Inzwischen sind alle drei Tiere zusammen auf der Anlage“, berichtete Zookuratorin Antje Zimmermann. „Akiak und Noria haben sich vom ersten Moment ihres Zusammentreffens großartig verstanden; beide spielen viel miteinander. Noria sucht immer wieder den Kontakt zum viel größeren Akiak. Der Enkel der Rostocker Eisbärenlegenden Churchill und Vienna geht sehr vorsichtig mit der ein Jahr jüngeren Eisbärin um. Selbst, wenn ihm ihre Versuche, ihn zum Toben zu animieren, einmal zu viel werden, wehrt er sie ganz behutsam und fast liebevoll ab. Sizzel, wie Akiak vier Jahre alt, ist weiterhin sehr vorsichtig und zurückhaltend gegenüber dem stattlichen Eisbärenmann. Die Zwei brauchen offenbar etwas mehr Zeit, um einander kennenzulernen und zu akzeptieren. Der Tierbestand in den Meereswelten im Polarium wird in diesem Jahr Schritt für Schritt weiter wachsen“, kündigte Antje Zimmermann an. „Aquarien brauchen etwas länger, um sich optimal zu entwickeln.“

Die Elche werden im Frühjahr wieder zurück im Zoo erwartet. Sie hatten den Zoo aufgrund der Baustelle für das Polarium vorübergehend verlassen müssen. Die Elchanlage wird aktuell dafür neu gestaltet. Neue Vogelarten sollen in einer im Laufe dieses Jahres neu errichteten Voliere am ehemaligen Café Tordalk einziehen. Für den Tierbesatz in der ca. 600 Quadratmeter großen Südamerikavoliere sind neben den bereits im Zoo gehaltenen Roten Ibissen als neue Arten mehrere Rosalöffler, Herbstpfeifgänse, Kahnschnabel und Rotschulterenten geplant. Das Projekt, das gemeinsam mit dem Rostocker Zooverein umgesetzt wird, soll im Spätsommer abgeschlossen sein. Außerdem wird bei den Erdmännchen kräftig „renoviert und modernisiert“. Als eine der wichtigsten Herausforderungen soll Ende des Jahres der Masterplan des Zoos für die kommenden 20 Jahre vorgestellt werden. „Der Zoo braucht ein klares Zukunftskonzept und eine zeitgemäße Entwicklungsperspektive“, unterstrich der Zoodirektor. „Daran wird derzeit unter Hochdruck gearbeitet.“

 

Jahresempfang 2019: Rostock mit Qualität und Nachhaltigkeit weiter auf Wachstumskurs

Universitätsjubiläum, Deutscher Tourismustag und Bachfest – Rostocks Touristiker starten zuversichtlich in ein neues Jahr mit vielen Highlights

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Jahresempfang 2019: Rostock mit Qualität und Nachhaltigkeit weiter auf Wachstumskurs, Foto: Joachim Kloock

Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker in der StadtHalle Rostock mit Wirtschaftsminister Harry Glawe und Oberbürgermeister Roland Methling haben rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und dem öffentlichen Leben auf ein grandioses Stadtjubiläumsjahr mit großer überregionaler Ausstrahlung zurückgeblickt und die Herausforderungen und Höhepunkte des neuen Jahres diskutiert. Neben dem Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., den Familiengeführten Privathotels und Pensionen in Rostock, Warnemünde und Umgebung e.V., dem Regionalverband Rostock der DEHOGA MV ist erstmals das Audi Zentrum Rostock Co-Partner der Jahresauftaktveranstaltung der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing).

Oberbürgermeister Roland Methling ließ es sich nicht nehmen, noch einmal die zahlreichen Meilensteine des Stadtjubiläums Revue passieren zu lassen. „Der 800. Rostocker Stadtgeburtstag hat das vergangene Jahr in allen Lebensbereichen der Hanse- und Universitätsstadt geprägt und war bislang das größte Bürgerfest, das Rostock er- und gelebt hat“, sagte das Stadtoberhaupt. „Die enorme Begeisterung der Bürgerinnen und Bürger hat sich auch auf unsere vielen internationalen Gäste übertragen. Die 400.000 Besucher des 38. Internationalen Hansetags erlebten eine Stadt, die sich weltoffen und tolerant präsentierte. Auf das Feuerwerk der kleinen und großen Initiativen, Events und Begegnungen sowie des ehrenamtlichen und unternehmerischen Engagements können wir sehr stolz sein. Durch die  Staffelstabübergabe am 12. November 2018 haben wir das zweite Jahr unseres Doppeljubiläums mit dem 600. Geburtstag unserer Universität Rostock eingeleitet. Ein Jubiläumsjahr mit vielen Höhepunkten und Facetten der engen Gemeinschaft zwischen der Stadt und ihrer Universität steht uns bevor. Darauf können wir uns alle freuen.“ Auch der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm, würdigte das gelungene Stadtjubiläum. „Zusammen mit vielen Bürgern, Vereinen, Unternehmern und einer hoch engagierten Tourismusbranche haben wir unsere Chancen im historischen Jubiläumsjahr genutzt und werden diesen Schwung für die anstehenden Projekte nutzen.“

Als herausragende Ereignisse des Vorjahres nannte der Tourismusdirektor auch die Eröffnung der Erlebniswelt des Polariums im Rostocker Zoo, die nationalen und europäischen Beachsoccer-Wettbewerbe am Strand von Warnemünde und die gelungene Premiere des ROSTOCKCRUISE FESTIVALS. Die aktuellen Übernachtungszahlen von Januar bis September 2018 bestätigen zudem den anhaltenden qualitativen Wachstumskurs von Rostock und Warnemünde. Erneut konnte das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen gehalten und weitere Zuwächse registriert werden. „Das ist einmal mehr das Resultat des gemeinsamen Wirkens der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger im Tourismus“, betonte Fromm. Von Januar bis Oktober 2018 hat die Hanse- und Universitätsstadt Rostock 1.826.010 Übernachtungen (Statistisches Landesamt) gezählt, was einem Zuwachs von 4,8% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit mehr als 692.300 Ankünften wurde im gleichen Zeitraum ein Zuwachs 4,3% (vs. 2017) verzeichnet. Der durchschnittliche Aufenthalt der Gäste in Rostock beträgt dabei 2,6 Tage. In Mecklenburg-Vorpommern wurden rund 7,1 Millionen Ankünfte (+4,3%) und 28,35 Millionen Übernachtungen (+3,6%) an das Statistische Landesamt gemeldet.

„Die Zahlen belegen die Bedeutung Rostocks als eine der führenden Tourismusregionen des Landes mit einer anhaltend positiven Entwicklung. Zuwächse bei den Gästezahlen sind nicht mehr selbstverständlich. Entscheidend ist, dass es den Akteuren gelingt, innovative Ideen und Angebote zu implementieren, um das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern als attraktive Destination zu positionieren. Ich sehe die Touristiker aus der Region Rostock dabei auf einem sehr guten Weg – im verantwortlichen Miteinander werden Kooperationen ausgebaut, um für die Gäste qualitativ hochwertige Urlaubserlebnisse zu schaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. Dabei gehe es auf dem Tourismusmarkt nicht vordergründig um neue Rekordwerte, sondern um eine qualitätsbewusste Wertschöpfung, um zukunftsweisende Impulse und eine insgesamt nachhaltige Ausrichtung im Tourismus. Als strategische Grundlage verwies der Wirtschaftsminister auf die im November 2018 vorgestellte Landestourismuskonzeption (LTK), die als elementare Strategie- und Zukunftsfelder die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung in den Fokus rückt. „Die Rostocker Touristiker haben bereits im Sinne einer erfolgreichen Strategie wertvolle Impulse gesetzt, so beispielsweise mit der Etablierung des Rostock Convention Bureaus, dem hohen Standard in der Barrierefreiheit, dem Einstieg der Strandbewirtschaftung mit Bio-Mehrweggeschirr und hochwertigen maritimen Events von bedeutender überregionaler Ausstrahlung.“ Das zeige auch das neu etablierte ROSTOCK CRUISE FESTIVAL. Mit der künftig alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung könne Mecklenburg-Vorpommern als starker Wachstums- und Investitionsstandort in der Schiffsbau- und Kreuzfahrtindustrie punkten und den internationalen Bekanntheitsgrad steigern.

Das Doppel-Jubiläum geht 2019 in die zweite Runde

Das neue Jahr wird maßgeblich durch die „zweite Halbzeit“ des Doppeljubiläums der Stadt und der Universität sowie zahlreichen weiteren Jubiläen geprägt sein. So wird nicht nur die älteste Alma Mater des Ostseeraumes 600 Jahre alt, sondern unter anderem auch der Rostocker Zoo 120 Jahre, die Kunsthalle 50 Jahre und die Hochschule für Musik und Theater (hmt) 25 Jahre. Alle Jubilare haben ein umfassendes und hochkarätiges öffentliches Programm auf die Beine gestellt, das auch in diesem Jahr zum Mitmachen und Mitfeiern einlädt. Zum zweiten Mal ist das Bachfest der Neuen Bachgesellschaft in Rostock zu Gast. Mit rund 60 Veranstaltungen wird das Programm des 94. Bachfestes unter dem Thema „Kontrapunkte“ vom 10. bis 19. Mai 2019 vom Bachverein Rostock organisiert. Mit Beschluss der Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im Dezember 2018 wird künftig die hauptverantwortliche Organisation der Warnemünder Woche vom Warnemünder Segel-Club in die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde verlagert, um diese herausragende internationale Segelveranstaltung weiter zu professionalisieren und das Ostseebad als weltweiten Top-Regattastandort und Publikumsmagneten zu positionieren. „Gleichzeitig möchten wir die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen entlasten, die sich so wieder mehr den Regatten und der Nachwuchsförderung widmen können“, unterstrich Oberbürgermeister Roland Methling. Die 82. Warnemünder Woche findet vom 6. bis 14. Juli statt. Auch das Profil der Hanse Sail soll geschärft und mit dem touristischen Zukunftsprojekt der Bundesgartenschau 2025 (BUGA) in Rostock in Einklang gebracht werden. In diesem Jahr können sich die Rostocker und Gäste der Stadt vom 8. bis 11. August auf die 29. Hanse Sail freuen.

Barrierefrei, ökologisch, aktiv und familienfreundlich

„Für eine nachhaltige, ökologische und zielgruppenorientierte Entwicklung werden wir wichtige Schwerpunktbereiche und laufende Projekte mit unseren Partnern weiter ausbauen“, kündigte Tourismusdirektor Matthias Fromm an. „Auf Initiative der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde und in Kooperation mit dem Amt für Umweltschutz gibt es seit Sommer 2018 biologisch abbaubares Geschirr bei vielen Gastronomen am Strand. Die Standorte sind durch eine Plakette gekennzeichnet. Die Aktion unter dem Dach der langjährigen Kampagne ‚Kein Plastik bei die Fische‘ soll zur Sensibilisierung der Gäste, Urlauber und Einheimischen für den umweltschonenden Umgang mit Strand und Ostsee beitragen“, sagte Fromm. „Zum Saisonbeginn 2019 wird eine neue Industriespülmaschine am Strandaufgang 10 in Warnemünde aufgestellt, die die Strandbewirtschafter für das Mehrweggeschirr nutzen können.“ Im Mittelpunkt steht die weitere intensive Förderung des barrierefreien Tourismus. Seit Anfang 2017 engagiert sich die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde innerhalb der nationalen Arbeitsgruppe „Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland“. Die Kooperation fördert den Austausch mit führenden Tourismusdestinationen auf dem Gebiet der Barrierefreiheit. Geplant sind gemeinsame Marketingaktivitäten zur Stärkung von Rostocks Bekanntheit als barrierefreies Reiseziel, beispielsweise mit einem Gemeinschaftsstand auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Nach der Zertifizierung der Tourist-Information Rostock in 2017 wurde im Juli 2018 auch die Tourist-Information in Warnemünde mit dem nationalen Qualitätssiegel „Reisen für Alle“ ausgezeichnet. Der Ausbau und die Bewerbung von familienfreundlichen Urlaubsmöglichkeiten und einer Vielzahl von Aktivsportangeboten für alle Altersgruppen bilden dabei weitere Schwerpunkte im Aufgabenspektrum des Tourismusmarketings für die beliebteste Urlaubsregion in MV.

Die Internationalisierung im Fokus

Das Rostock Convention Bureau konnte im vergangenen Jahr sein Partnernetzwerk deutlich erweitern. In diesem Jahr ist die Fortführung des Projektes zum Aufbau einer Vertriebsstruktur im Landkreis Rostock im MICE-Segment (Meetings Incentives Conventions Exhibitions) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Regionalbudgets des Planungsverbands Region Rostock vorgesehen. Der Schulterschluss mit der Region führt dazu, dass sich auch der Landkreis Rostock im starken Wettbewerb im Kongressbereich profilieren kann. Rostock Marketing wird sich auch künftig in Kooperation mit dem Landestourismusverband (TMV) in der Initiative meetMV engagieren. Dadurch profitiert das gesamte Land von den breit gefächerten Servicedienstleistungen des Convention Bureaus. Eine entscheidende Rolle spielen die Tagungsexperten auch bei der Organisation vieler hochkarätiger Konferenzen im Rahmen des Universitätsjubiläums und der Positionierung Rostock als internationale Wissenschaftsregion. Darüber hinaus wird in Rostock am 20. und 21. November 2019 erstmals der Deutsche Tourismustag ausgerichtet sowie im Jahr 2020 der Germany Travel Mart (GTM). Der Deutsche Tourismustag ist die größte Fachtagung für die Akteure des Deutschlandtourismus. Er ist eines der wichtigsten Netzwerk-Events des Jahres und bietet die ideale Plattform, um sich mit Experten auszutauschen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Der GTM findet nach 2009 zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. Hier treffen touristische Anbieter aus Deutschland mit den entscheidenden Einkäufern der internationalen Reisebranche zusammen.

Ein starkes Netzwerk ist das Fundament des Erfolges

Ohne das starke touristische Branchennetzwerk wären die nun seit Jahren anhaltenden Erfolge im Tourismus der Hansestadt undenkbar. Die Schwerpunkte der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale bleiben inhaltlich an der Tourismuskonzeption 2022 orientiert. Und das gelingt nur im Schulterschluss und mit der Unterstützung des starken Partnernetzwerks. Frank Martens, Vorsitzender des Tourismusvereins Rostock & Warnemünde e.V., lobte das Engagement der touristischen Vermarkter und Akteure und rief dazu auf, dass sich noch mehr Unternehmen in diesem Verbund engagieren. „Je mehr Protagonisten sich unserem Netzwerk anschließen und dieses tatkräftig unterstützen, umso mehr können wir zusammen erreichen. Die Zukunft unserer Branche liegt zum größten Teil in unseren eigenen Händen. Davon profitieren letztendlich alle Beteiligten.“ Rostock Marketing hat seit seiner Gründung im Juni 2010 fast 400 Partner aus Hotellerie, Gastronomie und Dienstleistungsbranche für die touristische Vermarktung gewonnen. „Hauptanliegen sind die Etablierung von Rostock und Warnemünde als attraktive Ganzjahres- und Gesundheitsdestination, die Profilierung der Hanse- und Universitätsstadt als Tagungs- und Kongressstandort sowie die Erschließung von Finanzmitteln für ein kreatives und erfolgreiches Tourismusmarketing“, so Martens.

Neuer Co-Gastgeber zuverlässiger Partner für den Tourismus

Das Audi Zentrum Rostock ist langjähriger touristischer Partner von Großveranstaltungen wie der Warnemünder Woche, der Hanse Sail und im Vorjahr auch beim 38. Internationalen Hansetag. Der neue Co-Gastgeber setzt sich insbesondere für Veränderungen im Verkehr ein und verfolgt einen zukunftsorientierten Mobilitätsgedanken. „Nachhaltigkeit und E-Mobilität sind zentrale Bestandteile der neuen Tourismuskonzeption des Landes“, erläutert der Geschäftsführer des Audi Zentrums Rostock, Klaus-Jürgen Strupp. „Eine moderne Infrastruktur und Mobilität stellen daher wichtige Schwerpunktthemen dar, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern bereithalten. Hier möchten wir uns aktiv einbringen.“ So stehe für 2019 die Markteinführung von zwei neuen E-Autos und vier umweltfreundlichen Hybridmodellen auf dem Programm. Klaus-Jürgen Strupp unterstützt den Anspruch einer vernetzten Tourismusmobilität unter anderem auch im Verkehrsausschuss der IHK zu Rostock.

Feuerwerk der Turnkunst 2019

Eine furiose Show mit jeder Menge Pop, Pepp, Akrobatik, Artistik und Tanz haben die Künstler gestern beim Feuerwerk der Turnkunst angebrannt. Eröffnet wurde der Abend in der mit knapp 4500 Zuschauern ausverkauften Rostocker Stadthalle durch die Sportakrobaten des SV Warnemünde als Lokalmatadoren. Wir leben in einer Welt, in der Menschen mehr und mehr miteinander verbunden und vernetzt sind. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch die Welt der unterschiedlichen und beeindruckenden Bewegungskulturen. Gemeinsam und zugleich mit größter Individualität wird Neues, Unerwartetes und Atemberaubendes kreiert. Tauchen Sie ein in die Vielseitigkeit und Faszination des Turnens. Europas erfolgreichste Turnshow freut sich auf Sie! „Connected“ – eine Show, die uns verbindet! 2,5 Mio. Zuschauer haben die wundervollen Gänsehautmomente beim Feuerwerk der Turnkunst bereits erlebt. Die tollsten Hallen Deutschlands sind regelmäßig ausverkauft, darunter die LANXESS arena Köln, die Olympiahalle München und die Barclaycard Arena Hamburg.

Veröffentlicht 11. Januar 2019 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

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XXIII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

20 Mio. Euro fließen 2019 in den Bau neuer Sportstätten 

Anlässlich der XXIII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden heute verdienstvolle Rostocker Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Sportfunktionäre der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in der StadtHalle gewürdigt. Rostocks Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport Steffen Bockhahn dankte allen sportlich Engagierten für ihren Einsatz. So beeindruckte die Sportstadt Rostock im vergangenen Jahr als erfolgreicher Gastgeber von sechs Deutschen Meisterschaften, die alle in das Programm des 800. Stadtjubiläums eingebettet waren. Für die meisterlich organisierten Titelkämpfe erhielt die Hanse- und Universitätsstadt viel Lob. „Auch der große Festumzug anlässlich des Stadtgeburtstages mit 200 Gruppen aus allen Hansestädten sowie Rostock trug neben vielen auch die Handschrift von 16 engagierten Rostocker Sportvereinen“, unterstrich der Senator.  Für sportliche Highlights sorgten 2018 die Paralympics-Sportler Reno Tiede und Denise Grahl. „Schon im Juni  drückten wir Reno Tiede zur Weltmeisterschaft der Goalballer in Malmö die Daumen und es hat sich gelohnt. Das Nationalteam wurde in einem packenden Finalspiel gegen den Olympiasieger Brasilien Vizeweltmeister. Damit qualifizierte sich das Team bereits für die Paralympics 2020 in Tokio“, so Steffen Bockhahn.

Denise Grahl schaffte dann im August ein goldenes Triple zu den Europameisterschaften in Dublin. Sie gewann die 50 Meter Schmetterling, die 50 Meter Freistil in Europarekordzeit, die 100 Meter Freistil und holte Silber über 400 Meter Freistil. Mit ihrer Titelsammlung avancierte sie zur Favoritin für die Sportlerwahl, Para-Nachwuchssportlerin des Jahres 2018 des Deutschen Behindertensportverbandes. Und auch diesen Titel gewann sie. Sportgeschichte schrieben im vergangenen Jahr auch Sportler wie der Weltmeister im Eisschwimmen Peter Klink, als Sieger über 50 Meter Brust bei Null Grad Celsius Wasser- und Minus neun Grad Celsius Lufttemperatur, die 25 Drachenboot-Aktiven der drei Rostocker Kanuvereine mit 37 Gold-, 17 Silber- und vier Bronzemedaillen bei den Europameisterschaften in Brandenburg sowie die Rostocker Robben mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Beachsoccer. 53.000 Mitglieder vereint der Stadtsportbund der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zu Jahresbeginn. Sie trainieren in 204 Vereinen 128 Sportarten. 1.200 Übungsleiterinnen und Übungsleiter leisten dabei eine herausragende Arbeit. Bis 2020 sind die Bundesstützpunkte Rudern, Segeln und Wasserspringen gesichert. Die Eliteschulen des Sports – das CJD Rostock und die Regionale Schule „Heinrich Schütz“ – schaffen gute Möglichkeiten, schulische und sportliche Hochleistungen miteinander zu verbinden.

2019 wird Rostock rund 20 Millionen Euro in den Bau neuer Sportstätten investieren.
„Im ersten Quartal 2019 werden wir den Ersatzneubau der Sporthalle Möllner-Straße und die Sporthalle Walter-Butzek-Straße 1 in Betrieb nehmen können. Im zweiten Halbjahr folgt die Sporthalle Walter-Butzek-Straße 2 und gleich nebenan wird das Fußball-Großspielfeld mit dem Funktionsgebäude fertiggestellt“, erläutert Senator Steffen Bockhahn. In der Kopenhagener-Straße soll mit dem Bau der lang ersehnten Schulsportanlage begonnen werden. Im Frühjahr endet die Sanierung der unteren Turnhalle im Schwimmhallenkomplex. Die Leichtathleten können sich den Abschluss der Arbeiten in der Komplexhalle im Sportforum freuen. Auf dem städtebaulichen Kleinod, der Holzhalbinsel, soll in diesem Jahr mit der Sanierung des Kanubootshauses begonnen werden, um optimale Trainingsbedingungen für die Kanufreunde „Rostocker Greif“ zu schaffen.  „Über 1,4  Millionen Euro hat die Hanse- und Universitätsstadt Rostock im vergangenen Jahr in die Sportförderung der Vereine investiert“, unterstreicht Senator Steffen Bockhahn. Rund vier Millionen Euro investierte die Kommune 2018 in Betriebskosten für Einrichtungen wie Sporthallen und Sportplätze.  Die Stadt fördert zudem die sieben Stadttrainer und gewährt Zuschüsse an lizenzierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Auch die Mietkosten für den Olympiastützpunkt werden getragen sowie Veranstaltungen wie der Springertag  oder der Citylauf finanziell unterstützt.

Im Namen aller Rostocker Sportvereine dankte der Senator den vielen Sponsoren für ihr breit gefächertes Engagement. Gefördert werden sowohl einzelne Athleten und Teams, aber auch Projekte und Veranstaltungen.  Zu den Höhepunkten 2019 zählen unter anderem das Treffen der Weltelite im Wasserspringen zum 25. FINA Diving Grand Prix und der 63. Internationale Springertag. Im März folgt die europäische Elite im Short Track zum Europa Cup Finale „Junior Challenge“. Sechs Tage Sport am Stück gibt es in der StadtHalle anlässlich der IBSA Goalball Europameisterschaften im Oktober zu erleben.

Städtische Auszeichnungen anlässlich der XXIII. Sportlerehrung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock 2019:

Denise Grahl, Hanse SV Rostock e.V., Sportlerin, Para Schwimmen
Lutz Stengel, Rostocker Yachtclub e.V., Sportler, Segeln
Max Lauschus, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Sportler, Flossenschwimmen/Tauchen
Hartmut Winkler, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Trainer, Flossenschwimmen/Tauchen
Anne Eisenberg, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Sportlerin, Flossenschwimmen/Tauchen
Reno Tiede, Rostocker Goalballclub Hansa e.V., Sportler, Goalball
Tom Gröschel, Triathlonclub FIKO Rostock e.V., Sportler, Leichtathletik
Gordan Harbrecht, Rostocker Kanu-Club e.V., Sportler, Surfski
Leon Mehler, HC Empor Rostock e.V., Sportler, Handball
Gunnar Malmström, SV Breitling e.V., Sportler, Drachenboot
Klemens Schiffner, Kanufreunde Rostocker Greif e.V., Sportler, Drachenboot
Martin Buhz, Polizeisportverein Rostock e.V., Sportler, Ringen
Manfred Sinnhöfer, Polizeisportverein Rostock e.V., Sportler, Judo
Manfred Block, Olympischer Ruder-Club Rostock v. 1956 e.V., Sportler, Rudern
Monika Dietrich, Wasserspringerclub Rostock e.V., Trainerin, Wasserspringen
Jens Gienapp, HC Empor Rostock e.V., Ehrenamt, Handball
Daniel Thomaneck, Kreis-Leichtathletik-Verband Rostock e.V., Ehrenamt, Leichtathletik
Hans Wittkowski, SV Warnemünde e.V., Ehrenamt, Ringen
Hannelore Cyriaks, Selbsthilfegruppe Osteoporose Rostock e.V., Ehrenamt
Timo Ammon, Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V e.V., Ehrenamt

Auszeichnung der Eliteschülerin des Sports
Neele Labudda, Hanse SV Rostock e.V., Sportlerin, Para Schwimmen

Auszeichnungen mit der „Ehrennadel des Stadtsportbundes Rostock
Roman Klawun, Rostocker Citylauf e.V., Ehrenamt
Clemens Busse, Polizeisportverein Rostock e.V., Ehrenamt
Dörte Kniep, Tennis Club Blau-Weiß Rostock e.V., Ehrenamt
Carola Schulz, Rostocker Behindertensportverein von 1990 e.V., Ehrenamt
Joachim Bonin, Tauchsportclub Warnemünde e.V., Ehrenamt
Holger Genkel, SV Warnemünde e.V., Ehrenamt
Renate Wessel, SV Warnow 90 Rostock e.V., Ehrenamt

Auszeichnungen der Sportjugend (stellvertretend für die Erfolge der Sportjugend in diesen Sportarten)
Jannes Marten Pufahl, Sportverein „Olympia“ Rostock e.V., Sportler, Schwimmen
Mathilda Kitzmann, Rostocker Ruderclub von 1885 e.V., Sportlerin, Rudern
Rebecca March, SV Warnemünde e.V., Sportlerin, Ringen
Anna Shyrykay, Wasserspringerclub Rostock e.V., Sportlerin, Wasserspringen
Katherina Rösler, Hanse SV Rostock e.V., Sportlerin, Para Schwimmen
Valerie Rumrich, Tauchsportclub Rostock 1957 e.V., Sportlerin Flossenschwimmen/Tauchen
Tori Schwerin, Olympischer Ruder-Club Rostock v. 1956 e.V., Sportlerin, Rudern
Moritz Langer, Polizeisportverein Rostock e.V., Sportler, Ringen